Bei der Stadt Pohlheim werden immer wieder Beschwerden über Lärmbelästigungen vorgetragen, die durch Tonwiedergabegeräte sowie durch den Betrieb anderer lärmerzeugender Arbeitsgeräte und von Tieren während der Nacht-, Mittags- und Feiertagsruhe verursacht werden.

Um vielen Mitbürgerinnen und Mitbürgern das große Suchen nach den Vorschriften zu ersparen, insbesondere im Hinblick auf die Rasenmähersaison, werden nachstehend die einschlägigen Vorschriften in komprimierter und hoffentlich einigermaßen verständlicher Form nahe gebracht.


Grundregel


Jeder hat sich so zu verhalten, dass andere nicht mehr als nach den Umständen unvermeidbar durch Lärm belästigt und beeinträchtigt werden.


Lärmverbot


Maschinen und Geräte dürfen werktags in der Zeit von 20:00 Uhr bis 7:00 Uhr morgens nicht mehr eingesetzt werden.

Lärmverbot in der Zeit von 07.00 bis 09.00 Uhr, von 13.00 bis 15.00 Uhr und von 17.00 bis 07:00 Uhr in Wohngebieten, Wohnhäusern und in deren unmittelbarer Nähe gilt lediglich für Geräte wie Freischneider, Rasentrimmer mit Verbrennungsmotor, Graskantenschneider, Laubbläser und Laubsammler, die nicht mit dem EU-Umweltzeichen versehen sind.


An Sonn- und Feiertagen herrscht generelles Lärmverbot.


Ausnahme:

Firmen dürfen werktags im Rahmen ihrer gewerblichen Tätigkeit auch laute Arbeiten ausführen.

Ruhezeiten


Es ist verboten, zwischen 20.00 Uhr abends und 07.00 Uhr morgens Lärm zu erzeugen, der andere belästigen kann. Im Übrigen beginnt ab 22.00 Uhr die Nachtruhe.


Rasenmäher und andere Arbeitsgeräte


An Werktagen, also von Montag bis Samstag, dürfen Rasenmäher gleich welcher Art in der Zeit von 20.00 Uhr abends bis 07.00 Uhr morgens nicht benutzt werden. Dies gilt auch für gewerbliche Firmen. Privatpersonen dürfen während der Verbotszeiten im Freien auch keinen anderen Lärm erzeugenden Arbeitsgeräte wie z.B. Kreissägen, Bohrmaschinen, Schleifhexen und ähnliches benutzen.


Völlig verboten ist die Benutzung von Rasenmähern und anderen Geräten an Sonn- und Feiertagen.


Tiere


Der Tierhalter ist dafür verantwortlich, dass andere Personen nicht mehr als unvermeidbar durch den Lärm ihres Tieres belästigt werden. Die üblichen Geräusche, die bei der Tierhaltung in landwirtschaftlichen Betrieben entstehen, gelten kraft Gesetzes als unvermeidbar und sind damit zulässig.


Fahrzeuge


Verboten ist:

-Motoren unnötig oder unnötig laut laufen zu lassen,

-Schallzeichen (Hupen) außer zur Warnung abzugeben,

-Fahrzeugtüren oder Garagentore unnötig laut zu schließen,

-Motorräder, Mopeds, Leichtkrafträder oder Mofas ohne Notwendigkeit in unmittelbarer Nähe

 von Wohnungen oder in freier Natur laufen zu lassen,

-beim Be- und Entladen von Fahrzeugen unnötig Lärm zu erzeugen.


Allgemeine Ausnahmen


-Gewerbetreibende in extra ausgewiesenen Gewerbegebieten sind an die angegebenen Zeiten nicht gebunden.

-Landwirtschaftliche Betriebe und auch gewerbliche Betriebe sind an die Ruhezeiten ebenfalls nicht gebunden, wenn die erforderlichen Arbeiten nicht bis zum Ende der Ruhezeit aufschiebbar sind (z.B. bei Erntenotstand oder zum Füttern und Melken des Viehs)

-Hi-Fi-Anlagen, Kassettenrecorder, CD-Player, Megaphone und ähnliche elektronische Geräte sowie Musikinstrumente jeder Art dürfen nur so laut betrieben oder gespielt werden, dass unbeteiligte Personen nicht gestört werden können.

Wenn andere gestört werden, ist der Betrieb solcher Geräte und Musikinstrumente auf öffentlichem Gelände oder in öffentlichen Verkehrsmitteln verboten. Ebenso ist laute Musik z.B. auch auf öffentlichen Spielplätzen, auf öffentlichen Freiflächen und in Schwimmbädern verboten.


Feiertagsruhe


An Sonn- und Feiertagen herrscht generelles Lärmverbot.

Feiertage in Hessen sind:

- der Neujahrstag,

- der Karfreitag,

- der Ostermontag,

- der 1. Mai,

- der Himmelfahrtstag,

- der Pfingstmontag,

- der Fronleichnamstag,

- der Tag der deutschen Einheit (3. Oktober) und

- 1. und 2. Weihnachtstag.

Es wird um Kenntnisnahme und Beachtung gebeten.

Der Bürgermeister                                                                                                               

als Ordnungsbehörde