Bei Schulfest Einblick in Räumlichkeiten gewährt

Seit den Osterferien ist das neue Schulgebäude der Limesschule im Fortweg in Betrieb. Am Freitag wurde der Neubau offiziell mit einer Feier, einer öffentlichen Begehung und einem Schulfest eingeweiht. Für eine Investitionssumme von 17,1 Millionen Euro hat der Landkreis Gießen ein Gebäude mit 16 Klassenräumen gebaut, in dem bis zu 400 Schüler unterrichtet werden können. Zudem beherbergt der Neubau acht Differenzierungsräume und vier Lernflure sowie einen großen Musikraum.

Auch für die Sozialarbeit an Schulen und das Beratungs- und Förderzentrum sind Räumlichkeiten vorhanden. Im Erdgeschoss gibt es Verwaltungsräume und Lehrerzimmer, außerdem eine Mensa mit Ausgabeküche, die auch als Aula genutzt werden kann. Das neue Gebäude der Limesschule bietet mit dieser Ausstattung bestmögliche Rahmenbedingungen für eine gute schulische Bildung. Zudem hält es moderne Standards in Sachen Nachhaltigkeit und Energieeffizienz ein.

„Das bauliche Konzept hat sich jetzt schon bewährt“, lobte Schulleiterin Katharina Hilberg zu Beginn der Feierstunde, die von Schülerinnen und Schülern mit drei originellen musikalischen Darbietungen umrahmt wurde. „Alle Mitglieder der Schulgemeinde fühlen sich wohl.“


Völlig neue Lernwelt erschlossen

Kreisschuldezernent Christopher Lipp ging auf die vormals prekäre Situation an der Limesschule ein mit ihrer beengten räumlichen Situation und der schlechten energetischen Bilanz. Nun sei eine völlig neue Lernwelt erschlossen worden mit „genügend Raum für differenziertes Lernen“. An Bildung dürfe auch in schwierigen Haushaltszeiten nicht gespart werden, sagte Lipp.

„Menschen machen Räume und Räume machen Menschen. Das ist eine Wechselwirkung“, meinte Norbert Kissel, der Leiter des Staatlichen Schulamts für den Landkreis Gießen und den Vogelsbergkreis. Wer aufhöre, in Schulräume zu investieren, höre auf, in die Zukunft zu investieren.

Als „wichtigen Meilenstein in unserer Stadt“ bezeichnete Pohlheims Erster Stadtrat Israel Be Josef den Neubau der Limesschule. „Wir schaffen einen Ort, an dem Wissen vermittelt, Neugier geweckt und Talente gefördert werden.“ Vermittelt würden aber auch Werte wie Respekt, Verantwortung und Teamarbeit. „Wir hoffen, dass diese Schule nicht nur ein Ort des Lernens, sondern auch ein Zentrum des Gemeinschaftslebens wird.“

Architekt Joachim Bruchhäuser erinnerte an die Grundsteinlegung im März 2021 – und damit an die Herausforderungen mitten in der Corona-Pandemie. „Ziel war es, ein Gebäude für flexible und moderne Unterrichtsmethoden zu bieten.“ Wer sich darüber informieren wollte, konnte an einer Führung durch den Neubau teilnehmen. Beim Schulfest im Anschluss an die offizielle Einweihung gab es zudem weitere Möglichkeiten, die Schulgemeinde kennenzulernen und in die Räumlichkeiten reinzuschnuppern.