Jeden Tag überqueren zahlreiche Menschen mit und ohne Behinderung die Straßenkreuzung Grüninger Weg Ecke Am Pfahlgraben auf dem Weg zur oder von der Limeswerkstatt, der Geschäftsstelle und Wohnstätte der Lebenshilfe Gießen auf beiden Seiten. Kein Problem, sollte man meinen, ist doch die Straße an dieser Stelle breit ausgebaut und schnurgerade im Verlauf. Doch der Schein der Sicherheit trügt: Parkende Autos auf der einen Seite sowie Hecken oder zur Abholung bereitstehende Müllgefäße verdeckten zu oft die Sicht für Fußgänger und Autofahrer und sorgten – zusammen mit hohen Geschwindigkeiten der fahrenden Fahrzeuge gerade wegen der guten Sicht geradeaus - in der Vergangenheit oft für brenzlige Situationen beim Überqueren und Beinahe-Unfälle. Auf Bitten der Lebenshilfe Gießen reagierte das Ordnungsamt der Stadt Pohlheim prompt und setzte in den vergangenen Monaten verschiedene Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit um, wie Bürgermeister Udo Schöffmann (2. v.l.) und der Leiter des Ordnungsamtes, Carsten Nowak (links), jetzt bei einem Ortstermin mit Vertretern der Lebenshilfe anlässlich des Abschlusses darstellten.


„Wir haben zunächst in einem ersten Schritt die zulässige Geschwindigkeit im Kreuzungsbereich auf Tempo 30 reduziert“, berichtete Nowak. Dazu war der regionale Verkehrsdienst des Polizeipräsidiums Mittelhessen anzuhören, der aber problemlos seine Zustimmung erteilte. Im nächsten Schritt markierte der Bauhof der Stadt zwei rote Streifen auf der Fahrbahn. „Sie sollen ein optisches Hindernis einerseits andeuten und eine Bremswirkung auslösen und andererseits einen Überweg für die Fußgänger andeuten“, erklärte Bürgermeister Schöffmann in seiner Funktion als örtliche Verkehrsbehörde. „Ein Zebrastreifen, wie es sich die Mitarbeiter und Betreuer der Lebenshilfe zunächst gewünscht hatten, war leider verkehrsrechtlich nicht umsetzbar“, machte er deutlich, müssen hierfür doch zwingend bestimmte Zahlen an Fahrzeugen pro Stunde erreicht werden. Als dritte Maßnahme sperrte die Stadt zwei Parkplätze auf der Seite der Parkreihe durch weiße Schraffierungen, damit Fußgänger wie Autofahrer sich gegenseitig rechtzeitig sehen können und der Weg zur rotmarkierten Überquerung frei bleiben kann.


„Die Lebenshilfe hat im Gegenzug ihre Hecke auf der rechten Seite der Ausfahrt kräftig gestutzt, um auch hier den Blick von der Parkplatz-Ausfahrt auf Straße und Gehweg zu verbessern“, machte Lebenshilfe-Vorstand Dirk Oßwald (rechts) beim Ortstermin deutlich. „Wir sind froh, dass wir jetzt eine verbesserte Situation haben, sind aber nach wie vor auf die Vernunft von Autofahrern und Fußgängern angewiesen“, machte er deutlich.


Marcel Agirman und Magdalena Babic (Mitte) freuten sich ebenfalls über den Abschluss der Arbeiten und darüber, dass Sie jetzt täglich sicherer von ihrem Arbeitsplatz in der Geschäftsstelle der Lebenshilfe zum Mittagessen in die Kantine der Limeswerkstatt und zurück gelangen können als bisher.

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