Beim 37. Seniorenfasching kam keine Langeweile auf
Tanz, Gesang, Büttenreden und Sketche: Der fast vierstündige 37. Seniorenfasching in der Sport- und Kulturhalle Garbenteich lieferte wieder einen Knaller nach dem anderen.
In Kooperation mit der Stadt Pohlheim und dem Seniorenbeirat hatten sich die Karnevalsvereine Die Mollys aus Watzenborn-Steinberg, Geselligkeit Burschenschaft Karneval Grüningen (GBK) und Krobbe Gugger aus Garbenteich ins Zeug gelegt und jeweils einige Auftritte ihrer Aktiven beigesteuert.
Nach Einzug des Elferrates und der GBK-Funkengarde moderierten Pierre Schmidt, Melanie Müller und Volkmar Wolters im Wechsel das Programm. Der Musikzug Holzheim und Akteure des Spielmannszuges Langgöns eröffneten mit stimmungsvollen Liedern zum Mitsingen den Nachmittag. Bürgermeister Andreas Ruck oblag es dann, die Besucher zum fröhlichen Feiern zu animieren und sich eine Pause vom Alltag zu gönnen.
Melanie Müller stellte das Garbenteicher Prinzenpaar Sebastian I. und Nicole I. vor. Dann präsentierte die Juniorengarde der „Mollys“ ihre aktuelle Choreographie. Fabi Weber erzählte in der Bütt, was sie so alles mit ihrem Ehemann erlebt.
Der siebenjährigen Lotta Schmidt flogen als Tanzmariechen die Herzen des Publikums zu. Mit fröhlichen Gesängen animierten die Damen des GV „Liederblüte“ die Besucher zum Schunkeln, gefolgt von den „Molly Muttis“ mit einer amüsanten Slow-Motion-Einlage. 18 Konfetti-Kids der GBK sorgten dann für einen energiegeladenen Abschluss des ersten Programmteils.
Viel Gelächter bei "Elfriede und Henry"
Mit dem Auftritt der GBK-Funkengarde startete der Seniorenfasching in die zweite Hälfte. Reichlich Gelächter erzeugten die Seniorenbeiratsmitglieder Roland Fischer und Monika Kessler als „Elfriede und Henry“ bei einem Sketch, der dem Oldie „Ein Loch ist im Eimer“ nachempfunden war.
Die Stimmungshits „Wenn nicht jetzt, wann dann?“, „Ich will keine Schokolade“ und „Rock me“ hatten die Sängerinnen und Sänger des GV Victoria auf Lager. Bauersfrau Christel Hölscher berichtete über Hühnerhaltung, den Umgang mit Dorf-Güllern und warum sie auf Veganer schlecht zu sprechen ist: „Wir sind wegen einem ‚Abbel‘ aus dem Paradies geflogen und nicht wegen einem Hackfleischbrötchen.“
Die „Molly Diamonds“ erweckten Kino-Tanzklassiker wie „You’re the one that I want“ zu neuem Leben und wirbelten mit blonden Perücken über die Bühne. Als Garbenteicher „Superheld“ nahm Karsten Becker als Solo-Gitarrist wieder Politisches aufs Korn und sattelte im Duett mit Reinhard „Peggy“ Paegelow die Pferde, um „40 Tage lang in den Untergang“ zu reiten.
Südländische Atmosphäre versprühten die Damen der Grüninger „B-Körbchen“ mit ihrem Hauch von italienischem Lebensgefühl. „Jetzt geht’s los, wir sind nicht mehr aufzuhalten“ lautete das Motto der No-Name-Band der GBK, die auf Geldscheinen gerne Vorschläge für einen Namen entgegennimmt. Eine Polonaise durch den Saal auf „Schätzel, ade, ade“ oder in diesem Fall „Pohlheim helau, helau“ sorgte für den krönenden Ausklang.