Wahlkandidaten stellten sich Fragen von Kindern und Jugendlichen

Am 15. März werden in Hessen kommunale Parlamente und Gremien gewählt. Fragen zu Themen stellen, die vor allem Kinder und Jugendliche interessieren: Dazu hatten 14- bis 25-Jährige beim Talk-Format „Pohlheims next Generation checkt die Politik“ Gelegenheit.

Die Stadt Pohlheim hatte fünf Kandidatinnen und Kandidaten der im Stadtparlament vertretenen Parteien zu einer Befragung in den kleinen Saal der Volkshalle eingeladen. Für die Frage-Antwort-Runde hatten sich Dr. Melanie Neeb (CDU), Lucas Maienschein (SPD), Björn Feuerbach (Freie Wähler), Marc Punzert (FDP) und Anke Rückert (Grüne) zur Verfügung gestellt.

Bürgermeister Andreas Ruck fungierte als Moderator und stellte während der gut 90-minütigen Veranstaltung Fragen, die Jugendliche im Vorfeld schriftlich eingereicht hatten. Um sich darauf vorbereiten zu können, waren den Parteienvertretern die Fragen zugeleitet worden. In einer Vorstellungsrunde konnten die fünf politisch Aktiven ihre Beweggründe nennen, warum sie für die jeweilige Partei kandidieren.

Danach startete ein Austausch mit gezielten Fragen an die einzelnen Personen. Hierbei ging es beispielsweise um Mobilität und ÖPNV, bezahlbaren Wohnraum in Pohlheim, die politische Beteiligung von Jugendlichen, Umwelt- und Klimaschutz, Barrierefreiheit und in der Hauptsache um den Einsatz der Parteien für die Interessen junger Menschen. Nach jeder Fragerunde hatten die Jugendlichen die Möglichkeit, die Antworten zu kommentieren und nachzuhaken.

Neuer Beirat bietet Chance auf mehr politisches Gehör

Einen größeren Block bildete die an die Kommunalpolitiker gerichtete Frage nach der Zusammenarbeit mit dem in Kürze startenden Kinder- und Jugendbeirat. Die Parteienvertreter sicherten ein „offenes Ohr“ für die Anliegen der jungen Menschen zu. Mit der Einrichtung eines Jugendbeirats würden nun strukturelle Rahmenbedingungen geschaffen, Jugendlichen mehr Gehör zu verschaffen. Parlamentarier und Jugendliche als treibende Kraft seien gefordert, die direkte Kommunikation zu suchen und die Zusammenarbeit aktiv zu gestalten.

Abschließend konnte jeder der fünf Befragten die Werbetrommel rühren. Die letzte Frage lautete: „Warum sollte man als junger Mensch Ihre Partei wählen?“ Das Spektrum der Antworten reichte von „Wir haben viel für Jugendliche gemacht“ über „Wir sind ein bunter Haufen engagierter Menschen“ bis zu „Wir sind eine breit aufgestellte Partei und betreiben Realpolitik für alle Altersgruppen“.

Auf positive Resonanz stieß das Format bei der 14-jährigen Klara Jung, die einige Sachfragen für die Gesprächsrunde formuliert hatte. „Ich finde solche Veranstaltungen immer gut für die Kommunikation zwischen Parteipolitik und Jugendlichen. Es war etwas viel Zuhören, aber als Einstiegsprojekt in Ordnung, das man in verschiedenen Formen wiederholen sollte.“

Der 16-jährigen Josie Schroeder gefielen die ausführlichen Stellungnahmen. Sie hätte sich aber wie auch Klara mehr Dialog direkt nach den einzelnen Statements der Politiker gewünscht und „dass man noch mehr Punkte zur Diskussion bringen oder auch selbst Verbesserungsvorschläge machen kann“.