Sternsinger kamen ins Pohlheimer Rathaus – Spenden gegen Kinderarbeit

Dieses Publikum haben die Pohlheimer Sternsinger auch nicht jedes Jahr. Als sie Bürgermeister Andreas Ruck zum neuen Jahr den Segen überbrachten, waren auch neun weitere Rathauschefs aus dem Gießener Land in seinem Amtszimmer.

Grund für den Besuch der vielen Rathauschefs: Sie trafen sich diesmal an der Pohlheimer Stadtverwaltung, um von dort aus gemeinsam zu ihrer traditionellen Winterwanderung zu starten. Die führte diesmal zum Feuerwehrstützpunkt im Fortweg und zum Hallenbad mit anschließender Einkehr in einem Restaurant in Garbenteich. Bevor es losging, hatten sich die Sternsinger mit einer rund 20-köpfigen Delegation angesagt.

Die Mädchen und Jungen aus katholischen, evangelischen und syrisch-orthodoxen Kirchengemeinden Pohlheims waren mehrere Tage unterwegs, um Spenden zu sammeln. In diesem Jahr lautete das Motto „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“. Ein Fokus richtete sich auf die Verhältnisse in Bangladesch. Die Spenden sollen dazu dienen, Kindern Schule und Ausbildung zu ermöglichen und sie aus ausbeuterischen Verhältnissen zu holen.

„Wir wollen, dass das anders wird, denn jedes Kindes Leben soll bunt und froh sein, und es soll gerechte Chancen geben“, dichteten die jungen Segensbringer im Alter von 3 bis 18 Jahren unter der Leitung von Pastoralreferentin Dr. Kerstin Rehberg-Schroth und weiteren erwachsenen Begleitpersonen. Sebastian Fritsche begleitete mit Gitarre die Segenslieder, die auch im Hauptgebäude der Stadtverwaltung zum Vortrag kamen. 

Die als Heilige Drei Könige kostümierte Gruppe brachte über den Türen der Amtsstuben den Aufkleber an mit der Abkürzung „20*C+M+B+26“, die aus dem Lateinischen kommt: „Christus mansionem benedicat“ heißt übersetzt „Christus segne dieses Haus“. Zum Dank übergab Bürgermeister Ruck einen Beutel mit Süßigkeiten und eine Spende für die gemeinnützige Aktion. Ein ökumenischer Gottesdienst in der katholischen Kirche St. Martin in Watzenborn-Steinberg setzte am Sonntag den Schlusspunkt.