Sternsinger kamen ins Pohlheimer Rathaus – Spenden gegen Kinderarbeit

Dieses Publikum haben die Pohlheimer Sternsinger auch nicht jedes Jahr. Als sie am Donnerstag Bürgermeister Andreas Ruck zum neuen Jahr den Segen überbrachten, waren auch neun weitere Rathauschefs aus dem Gießener Land in seinem Amtszimmer.

Grund für den Besuch der vielen Rathauschefs: Sie trafen sich diesmal an der Pohlheimer Stadtverwaltung, um von dort aus gemeinsam zu einer Winterwanderung mit anschließender Einkehr zu starten. Bevor es losging, hatten sich aber die Sternsinger mit einer rund 20-köpfigen Delegation angesagt.

Die Mädchen und Jungen aus katholischen, evangelischen und syrisch-orthodoxen Kirchengemeinden Pohlheims sind seit Sonntag unterwegs, um Spenden zu sammeln. In diesem Jahr lautet das Motto „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“. Ein Fokus richtet sich auf die Verhältnisse in Bangladesch. Die Spenden sollen dazu dienen, Kindern Schule und Ausbildung zu ermöglichen und sie aus ausbeuterischen Verhältnissen zu holen.

„Wir wollen, dass das anders wird, denn jedes Kindes Leben soll bunt und froh sein, und es soll gerechte Chancen geben“, dichteten die jungen Segensbringer im Alter von 3 bis 18 Jahren unter der Leitung von Pastoralreferentin Dr. Kerstin Rehberg-Schroth und weiteren Begleitpersonen.

Die als Heilige Drei Könige kostümierte Gruppe brachte über der Tür des Amtszimmers den Aufkleber an mit der Abkürzung „20*C+M+B+26“, die aus dem Lateinischen kommt: „Christus mansionem benedicat“ heißt übersetzt „Christus segne dieses Haus“.

Die Spendenwoche endet in Pohlheim traditionell mit einem ökumenischen Gottesdienst, der am Sonntag, 11. Januar, um 16.30 Uhr in der katholischen Kirche St. Martin in der Konrad-Adenauer-Straße 6 in Watzenborn-Steinberg stattfindet.