Mit Klimaschutzteam bis zum Solarpark in Trais-Horloff unterwegs

„Von alter zu neuer Energie – eine Zeitreise durch den Wandel der regionalen Energie-Erzeugung“ lautet das Motto der vierten Fahrradtour, die das Klimaschutzteam des Landkreises Gießen für Samstag, den 25. April, organisiert hat.

Interessierte können sich über den Ausbau erneuerbarer Energien in der Region informieren. Der Weg führt von Grüningen bis nach Trais-Horloff. Die Tour der Energien wird neben Landrätin Anita Schneider auch von Walter Lenz, dem Vorsitzenden des ADFC Gießen, begleitet. Er gibt entlang der Strecke anhand des Landschaftsbildes zusätzlich spannende Einblicke zur Geologie und regionalen Erdgeschichte.

„Im Landkreis Gießen befinden sich aktuell sechs Wasserkraftwerke, elf Solarparks, 14 Biomassekraftwerke und 19 Windkraftanlagen“, erklärt Landrätin Anita Schneider. „Das ist eine beeindruckende Bilanz der erneuerbaren Energien in unserer Region. Unser Strombedarf wird weiterhin steigen – zum Beispiel durch den Ausbau von E-Mobilität und Wärmepumpen – und deshalb müssen wir auch den Ausbau des grünen Stroms kontinuierlich vorantreiben.“

Start um 10.30 Uhr an der Grüninger Warte

Los geht es um 10.30 Uhr an der Grüninger Warte. Hier wird der Turm der ehemaligen Windmühle aus dem 18. Jahrhundert zum Leben erweckt. Moderne Technik ermöglicht einen virtuellen Rundgang durch die Mühle mit kleinen Anekdoten und Geschichten. Der nächste Halt liegt gegen 12 Uhr an der Berger Mühle. Auf dem Weg dorthin wird an ehemaligen Wassermühlen an der Wetter vorbeigefahren. Weiter führt die Route zu einem Panoramablick auf den Horloff-Graben, wo eine kleine Pause stattfindet.

Am Bellersheimer See angekommen, gibt es gegen 13.15 Uhr einen Einblick in die Historie der hier gewonnen Braunkohle. Ab circa 14 Uhr folgt eine exklusive Führung durch den Solarpark Trais-Horloff. Als erste Freiflächen-PV-Anlage im Landkreis Gießen und ehemals größter kommunaler Solarpark in Hessen stellt der Solarpark ein besonderes Projekt dar. Auch die Lage auf der ehemaligen Abraumhalde unterstreicht das Motto der Energie-Tour. Wer möchte, kann im Anschluss am Inheidener See – ebenfalls eine ehemalige Braunkohlegrube – einkehren.

Um vorherige Anmeldung für die Fahrradtour wird gebeten per E-Mail an klimaschutz@lkgi.de. Wer nicht die gesamte Strecke mitradeln möchte, ist herzlich eingeladen, an einzelnen Stationen hinzuzukommen. Rückfragen beantwortet das Klimaschutzteam des Landkreises Gießen ebenfalls unter der genannten E-Mail-Adresse. Weitere Informationen zu den Energie-Touren sind zu finden unter klimacher.de.

Wer nicht an der gemeinsamen Fahrradtour teilnehmen möchte oder vorherige verpasst hat, kann alle Routen auch eigenständig zu Fuß oder mit dem Rad erkunden. Gelotst werden Interessierte dabei über den dafür eingerichteten Geo-Info-Manager unter giessener-land.gim.guide. Der GIM-Guide kann auf dem PC, Tablet oder Smartphone wie eine App genutzt werden und beinhaltet eine standortbezogene Benachrichtigungsfunktion.