Gießener Anzeiger und Publikum befragten in der Volkshalle die vier Kandidaten
Auf großen Besucherzuspruch stieß am Donnerstagabend ein Podiumsgespräch mit den vier Kandidaten zur Bürgermeisterwahl in gut zwei Wochen. Dazu hatte der Gießener Anzeiger in die Volkshalle in Watzenborn-Steinberg eingeladen.
Auf der Bühne stellten sich neben Amtsinhaber Andreas Ruck (parteilos) die Kandidaten Jörg Buß (CDU), Israel Be Josef (SPD) und Thomas Dombrowski (parteilos) den Fragen von Anzeiger-Redakteur Ernst-Walter Weißenborn. Auch das Publikum hatte Gelegenheit, vor Beginn der Veranstaltung Fragen schriftlich zu formulieren, die im Laufe des Gesprächs aufgegriffen wurden.
Rund 550 Besucher waren zu dieser zentralen Wahlveranstaltung gekommen, um sich ein persönliches Bild über die Kandidaten zu machen. Das Themenspektrum war vielfältig. In einer Vorstellungsrunde ging es um die Motivation der vier Bewerber, für das Bürgermeisteramt zu kandidieren. Danach wechselten sich Fragen aus dem Publikum mit Themen ab, die bereits seit längerer Zeit in der Öffentlichkeit präsent sind.
Die immensen Kosten im Falle einer Sanierung des Hallenbads und der juristische Streit um die Sportanlage an der Neumühle kamen ebenso zur Sprache wie spezielle Ärgernisse – etwa die Vermüllung im Stadtgebiet oder der Hundekot auf Gehwegen. Darüber hinaus erläuterten die Kandidaten ihre Sicht auf Themen wie Verkehrsberuhigung, Klimaschutz, Vereinsförderung und Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche.
Nach rund zweieinhalb Stunden endete das Podiumsgespräch mit einem breiten Überblick über Themen, die die Bürgermeisterwahl begleiten. Für die Besucher bot der Abend Gelegenheit, die Kandidaten und ihre Positionen kennenzulernen, um sich unmittelbar mit deren Antworten auseinanderzusetzen.
Die Entscheidung darüber, wer das Bürgermeisteramt übernehmen wird, fällt am 27. September. Falls keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit erreicht, muss eine Stichwahl am 25. Oktober die Entscheidung bringen.