Kickboxer Cesur Elen trägt sich ins Goldene Buch der Stadt Pohlheim ein
Für seinen internationalen Titel im Sommer bei den US Open durfte sich Kickboxer Cesur Elen nun ins Goldene Buch der Stadt Pohlheim eintragen. Der 26-Jährige gründete vor fünf Jahren in Pohlheim den gemeinnützigen Sportverein „Phoenix Fight Academy“.
Das Turnier zählt zu den größten und bedeutendsten Kampfsportveranstaltungen weltweit. „Es ist im Prinzip eine Weltmeisterschaft unter Weltmeistern“, beschreibt Elen den Stellenwert des Wettbewerbs. Ausgetragen wurden die US Open der International Sport Karate Association (ISKA) im Walt Disney World Resort bei Orlando im Bundesstaat Florida. Elen trat dort in der Leichtkontaktklasse bis 75 Kilogramm an.
Turnier mit riesigen Dimensionen
Laut Elen werden Sportler zum Turnier nur eingeladen, wenn sie langjährig im Kickboxen aktiv und erfolgreich sind. In riesigen Hallen wurde auf bis zu 50 Kampfflächen gleichzeitig gekämpft. Rund 5.000 Kickboxer traten in ihren jeweiligen Klassen gegeneinander an – teilweise mit bloß kurzen Pausen zwischen den einzelnen Begegnungen.
Elens Leichtkontaktklasse war mit 24 Teilnehmern stark besetzt. Der Mittelhesse musste an einem einzigen Tag sieben Kämpfe bestreiten, um ins Finale einzuziehen. Dort setzte er sich gegen einen US-Amerikaner durch und sicherte sich mit einem Knockout erneut den Titel. Damit ist Elen für das kommende Jahr bereits automatisch qualifiziert.
Durch Training, Disziplin und Ehrgeiz zum Erfolg
Der Erfolg kommt nicht von ungefähr. Cesur Elen begann vergleichsweise spät mit dem Kickboxen. Im Alter von 14 Jahren wechselte er vom Fußball in den Kampfsport, während andere bereits seit ihrer Kindheit trainierten. Den anfänglichen Rückstand machte er mit konsequentem Training, Disziplin und Ehrgeiz schnell wett.
Zwölf Jahre später kann der 26-Jährige auf eine beeindruckende Sammlung von zahlreichen nationalen und internationalen Titeln zurückblicken. Passend zu seiner persönlichen Erfolgsgeschichte wählte er als Spruch für seinen Eintrag ins Goldene Buch: „Hard work beats talent“ – „Harte Arbeit schlägt Talent“.
Diese Trainingsphilosophie und seine eigene sportliche Erfahrung gibt Elen seit mehreren Jahren in seinem Kickboxverein weiter. Als Gründer und Inhaber der „Phoenix Fight Academy“ fördert er insbesondere junge Sportlerinnen und Sportler, die inzwischen bei Wettbewerben im In- und Ausland schon etliche Titel errungen haben.
Suche nach größeren Räumlichkeiten
Durch diese Auszeichnungen zählt der Verein mit Standorten in Pohlheim, Staufenberg und Lich nach Elens Angaben zu den erfolgreichsten Kickboxvereinen Deutschlands. Die qualitativ hochwertige sportliche Betreuung bringt allerdings auch Herausforderungen mit sich. Die Trainingsmöglichkeiten stoßen zunehmend an ihre Grenzen. „Wir wollen uns erweitern und suchen dringend nach größeren Räumlichkeiten“, berichtet Elen. Für etwas Entlastung sorgt der neue Standort in Lich, den der Verein im August eröffnet hat.
Im November Newcomer Cup in Pohlheim
An der konsequenten Nachwuchsarbeit hält Elen unbeirrt fest. Die nächste Gelegenheit, junge Talente an den Wettkampfsport heranzuführen, bietet der internationale Newcomer Cup am 21. November in Pohlheim. In der Sporthalle der Adolf-Reichwein-Schule treten junge Kickboxerinnen und Kickboxer gegeneinander an.