Baum an der Limesschutzhütte für Ritual gepflanzt
Für viele Kinder ist der Schnuller ein wichtiger Trostspender. Er beruhigt sie und hilft ihnen beim Einschlafen. Aber irgendwann kommt der Zeitpunkt, sich von ihm zu trennen.
Das Projekt Schnullerbaum bietet in Pohlheim dafür nun eine spielerische und liebevolle Hilfe, um Kleinkindern im Alter von etwa zwei bis drei Jahren ohne Druck den Abschied vom Schnuller zu erleichtern.
Die Trennung wird zu einem kleinen, aber wichtigen Ritual. Kinder hängen ihren Schnuller dabei selbst mit einem Band an den Ast eines echten Baums, um ihn bewusst loszulassen.
Der Schnullerbaum hilft beim Abschied, weil Kinder sehen, dass auch andere Kinder den Schritt schaffen. Außerdem kann das Kind den Baum als festen Standort jederzeit aufsuchen.
Die Stadt Pohlheim hat einen ersten Schnullerbaum an der Limesschutzhütte nahe des Limesturms gepflanzt. Direkt daneben weist eine Hinweistafel auf den „speziellen Ort für kleine Pohlheimerinnen und Pohlheimer mit viel Mut“ hin. Standorte für Schnullerbäume sollen in allen Stadtteilen angelegt werden.
Bürgermeister Andreas Ruck hatte die Idee, in Pohlheim Schnullerbäume zu schaffen. „Das ist doch jetzt ein ganz besonderer Ort, wenn sich Kinder für diesen Schritt entscheiden. Und die Trennung vom Schnuller kann zu einem kleinen familiären Ereignis werden, an das man sich auch später noch gerne erinnert.“
In diesem Sinne wünscht die Stadt Pohlheim auf der Hinweistafel allen Kindern „viel Mut, Freude – und einen magischen Moment des Abschieds“.