Viele Gäste kamen zur Eröffnung des neuen Jugendzentrums

14 Monate hat es gedauert vom kompletten Umbau bis zum Einzug: Am Samstag feierte das Jugendzentrum (JUZ) Pohlheim seine Neueröffnung in der Ludwigstraße 37.

Raus aus dem Provisorium an der Volkshalle und rein in ein Gebäude, das als sanierter Altbau mit seinen Ecken und Kanten „Charme und Gemütlichkeit“ versprüht. Mit diesen Begriffen charakterisierte Bürgermeister Andreas Ruck das Domizil, in dem neben dem JUZ auch städtische Verwaltungsräume für das Kinder- und Jugendbüro, Streetwork, Gemeinwesenarbeit und pädagogische Kita-Fachberatung jetzt ihren Sitz haben.

Zahlreiche Gäste hatten sich im Hof eingefunden, um nach den Begrüßungsreden einen geführten Rundgang zu machen und einen Blick in die Räumlichkeiten zu werfen. Schmuckstück des Jugendzentrums ist der große Gruppenraum im Erdgeschoss, der mit gemütlichen Sitzmöbeln, Tischkicker, Beamer, Spielekonsolen und einer Getränkebar ausgestattet ist. Auf gleicher Ebene befindet sich noch eine Küche mit angegliedertem Mehrzweckraum, der nicht nur als Essraum genutzt werden kann.

Viel Platz für Outdoor-Aktivitäten

Der Außenbereich steht für Outdoor-Aktivitäten, Kochen und zum Entspannen zur Verfügung. Unter dem Dach des großen Carports finden sich schattige Plätze für Workshops aller Art. Die ausgedehnte Rasenfläche lässt sich als Spielwiese gebrauchen. Im Garten besteht sogar die Möglichkeit, Flächen für den Anbau von Gemüse zu kultivieren.

Um niemand von dem neuen Jugendangebot auszuschließen, wurde der Haupteingang im Hof mit einer Hebebühne ausgestattet, um barrierefrei ins Hochparterre zu gelangen. Die Kosten für die gesamte Umgestaltung inklusive einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Carports beliefen sich auf 1.062.000 Euro und blieben somit in der erwarteten Größenordnung.

„Unser Jugendzentrum hat mit Sicherheit Strahlkraft über die Grenzen von Pohlheim hinaus“, war sich der Bürgermeister sicher. Seinen Dank richtete er an Dezernent Peter Alexander, der die Stadt bei der Planung und Abstimmung unterstützt habe. Außerdem dankte Ruck der Pohlheimer Kommunalpolitik, die das Bauvorhaben ermöglicht habe, und allen Akteuren, die am Projekt beteiligt waren. „Ein Wohn- und ehemaliges Geschäftshaus in ein Jugendzentrum umzubauen, ist eine Herausforderung, die unsere Verwaltung mit dem Planungsbüro Solid hervorragend umgesetzt hat“, lobte er.

Talente entdecken und Freundschaften schließen

Für das Team des Kinder- und Jugendbüros ging Elke Leyrer auf den Zweck des Jugendzentrums ein. „Heute öffnen wir nicht nur die Türen eines Gebäudes – wir öffnen einen Ort der Begegnung, der Gemeinschaft und der Möglichkeiten. Einen Ort, an dem junge Menschen ihre Talente entdecken, Freundschaften schließen, Neues ausprobieren und einfach sie selbst sein können.“

Ähnliche Visionen hat auch Streetworkerin Karina Scholl, die für die aufsuchende Jugendarbeit in Pohlheim zuständig ist. „Dieses Projekt war eine Herzenssache“, freute sie sich über die nunmehr deutlich erweiterten Räumlichkeiten. „Viele Kinder und Jugendliche sollen das Jugendzentrum nutzen und ihren Spaß haben“, sagte sie. Zugleich werde das JUZ sicherlich auch als Rückzugsort frequentiert werden.