Beratungsgespräch oder Schulung ist Voraussetzung

Auch in der Weidesaison 2026 stellt der Landkreis Gießen Fördermittel für den Herdenschutz bereit. Wer Weidetiere hält, kann den Zuschuss für die Anschaffung von Zäunen und entsprechendem Zubehör nutzen.

Neben dem Schutz der Herden leistet der Landkreis mit der Maßnahme einen Beitrag zur Förderung extensiver Beweidung und damit zum Erhalt von Artenvielfalt und wertvollen Lebensräumen im Offenland. Gleichzeitig möchte er die nachhaltige Bewirtschaftung unterstützen und Weidetierhaltende finanziell entlasten.

Gefördert werden Zäune für Schafe, Ziegen, Damwild, Hauspferde, Rinder, Esel, Lamas und Alpakas. „Diese dienen nicht nur dazu, die Herde beisammenzuhalten, sie schützen gleichzeitig vor äußeren Gefahren.  Insbesondere sollen dadurch Konflikte zwischen dem Schutz des Wolfs und der Weidetierhaltung reduziert werden“, erläutert Naturschutzdezernent Christian Zuckermann.

Voraussetzung für die Förderung ist ein Beratungsgespräch zum Herdenschutz bei einer fachkundigen Stelle oder die Teilnahme an einer entsprechenden Schulung. Der Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH) bietet hierzu unter anderem am Samstag, 23. Mai, ein Zaunbau-Seminar in Niedernhausen an, Anmeldeschluss ist der 21. Mai.

Zudem findet am Dienstag, 2. Juni, eine Online-Schulung zum Herdenschutz statt. Interessierte können sich über das Veranstaltungsportal des LLH unter https://llh.hessen.de anmelden. Weitere Termine für den Spätsommer sind in Planung.

Wer in den vergangenen Jahren bereits ein entsprechendes Beratungsgespräch geführt oder an einer Herdenschutzschulung teilgenommen hat und dies nachweisen kann, ist ebenfalls förderberechtigt. Die Förderrichtlinie des Landkreises Gießen ergänzt die bestehenden Förderangebote auf Landesebene. Sie ist zu finden unter https://www.lkgi.de/landschaftspflege-und-foerderung/. Eine Doppelförderung ist ausgeschlossen.

Weitere Infos erteilt Heike Schöße von der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Gießen per E-Mail an heike.schoesse@lkgi.de.