In Schulunterricht repariert und an Wohngruppe in Grüningen gespendet

Ein besonderes Beispiel von Nachhaltigkeit lässt sich aus dem Rathaus vermelden: Fahrräder aus dem Bestand des städtischen Fundbüros wurden nicht verschrottet, sondern instandgesetzt und an eine gemeinnützige Institution gespendet.

Die Aktion ging auf eine Initiative von Stadtbüro-Mitarbeiter Stefan Huster und seinem Schwager Sebastian Jung zurück, der in Pohlheim wohnt und Lehrer an der Brüder-Grimm-Schule in Kleinlinden ist. Er suchte für seinen Wahlpflichtunterricht ausgediente Fahrräder, um sie gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern zu reparieren und wohltätigen Zwecken zuzuführen.

Mit Zustimmung der Stadt Pohlheim konnte Sebastian Jung einige Räder, bei denen bereits die gesetzlich vorgeschriebene Aufbewahrungspflicht abgelaufen war, zur Schule transportieren. Dann ging es vor Ort ganz praktisch zur Sache. Je nach Bedarf wurden Reifen und Schläuche erneuert, die Gangschaltungen repariert oder die Bremsbeläge ausgetauscht.

Zwei der Fahrräder aus diesem Unterrichtsprojekt wurden nun an Gruppenleiter Vincent Hanemann und Celina Pfeifer von der Wohngruppe Grüningen der in Lollar ansässigen Kinder- und Jugendhäuser GmbH übergeben.

Somit schloss sich ein Kreis: Bürgermeister Andreas Ruck hatte im Dezember vergangenen Jahres die Wohngruppe besucht und zugesagt, nach Möglichkeit herrenlose Fahrräder für die Wohngruppe zur Verfügung zu stellen, falls Bedarf bestehe.

Dementsprechend war die Übergabe sozusagen eine echte Win-win-win-Situation: Die Stadt Pohlheim konnte ihr Lager für sperrige Fundsachen etwas reduzieren, die Schule praxisnahen Unterricht anbieten und die Wohngruppe zwei Mädchen glücklich machen. Sie sind jetzt mit den erneuerten Fahrrädern deutlich mobiler unterwegs.