Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz geben Einblicke
Sirenen, Einsatzfahrzeuge, moderne Technik und Menschen, die rund um die Uhr für die Sicherheit arbeiten: Am Samstag, 30. Mai, öffnen der Landkreis und die Berufsfeuerwehr Gießen von 10 bis 17 Uhr die Türen des Gefahrenabwehrzentrums Gießen (GAZG) im Stolzenmorgen 19.
Die Besucherinnen und Besucher erwartet ein abwechslungsreicher Tag mit vielseitigen Einblicken, Mitmachaktionen und vielen Begegnungen rund um Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz. Der Eintritt ist frei.
„Wir möchten der Bevölkerung zeigen, warum dieses Zentrum etwas Besonderes ist. Vergleichbare Einrichtungen gibt es in Hessen nur wenige. Hier arbeiten Landkreis, Berufsfeuerwehr und viele Partner Hand in Hand“, sagt Landrätin Anita Schneider. Das Gefahrenabwehrzentrum bündelt zahlreiche Aufgaben unter einem Dach: von der Leitstelle über Ausbildungs- und Übungsbereiche bis hin zu hochmodernen Werkstätten und Einsatzzentralen.
Auch Einsätze anderer Regionen können von hier aus unterstützt werden, etwa bei größeren Schadenslagen. „Das Zentrum schafft moderne Bedingungen für Brandschutz, Rettungsdienst und Bevölkerungsschutz. Gleichzeitig entlasten wir die Feuerwehren und Kommunen bei Wartung, Organisation und Infrastruktur. Genau dieses Zusammenspiel wollen wir am Tag der offenen Tür sichtbar machen“, ergänzt Schneider.
Anforderungen an Sicherheit wachsen ständig
Gießens Oberbürgermeister Frank-Tilo Becher sieht im GAZG einen wichtigen Schritt für die Region: „Die Anforderungen an Sicherheit wachsen stetig, ob durch Extremwetter, Großschadenslagen oder neue Gefahrenlagen. Umso wichtiger ist es, vorbereitet zu sein und leistungsfähige Strukturen zu schaffen. Genau das bietet dieses Gebäude. Wer den Tag der offenen Tür besucht, bekommt nicht nur moderne Technik zu sehen, sondern erlebt auch, wie Feuerwehr, Leitstelle und Katastrophenschutz ineinandergreifen."
Statt eines festen Bühnenprogramms gibt es zahlreiche Stationen, Führungen und Vorführungen, die über den Tag verteilt mehrfach stattfinden. Rund um das Gebäude präsentieren sich zahlreiche Einheiten des Katastrophenschutzes mit Fahrzeugen, Ausrüstung und praktischen Vorführungen. Besucherinnen und Besucher können etwa die Arbeit der GABC-Messzentrale kennenlernen, erleben, wie Leckagen abgedichtet werden, oder Spezialfahrzeuge aus nächster Nähe besichtigen.
Besonders spannend dürften für viele Gäste die Einblicke in die Ausbildung werden. Die Kreisfeuerwehrschule zeigt moderne Lehr- und Trainingsmöglichkeiten, darunter Führungskräftetrainings, digitale Ausbildungsmodule oder spezielle Übungen wie die Kettensägenausbildung.
Der Tag wird besonders familien- und kinderfreundlich gestaltet: Neben Kinderschminken, Hüpfburg und Feuerwehrauto-Parcours gibt es kindgerechte Angebote der Brandschutzerziehung. Spielerisch vermitteln Ausbilderinnen und Ausbilder dabei wichtiges Wissen rund um Feuer und Sicherheit. Musikalisch begleitet wird der Tag von verschiedenen Musikzügen und Orchestern der Feuerwehrmusik. Für das leibliche Wohl sorgen das Deutsche Rote Kreuz und das Technische Hilfswerk mit Speisenangeboten. Die Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Gießen übernehmen die Getränkeversorgung.
Parkplätze des DRK im Stolzenmorgen nutzen
Da es direkt am Gefahrenabwehrzentrum keine Parkmöglichkeiten gibt, bitten Landkreis und Stadt darum, möglichst mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen. Die Stadtbuslinie 1 hält direkt an der Bushaltestelle „Gefahrenabwehrzentrum“. Für Besucherinnen und Besucher, die mit dem Auto kommen, stehen Parkflächen auf dem Gelände des Deutschen Roten Kreuzes im Stolzenmorgen 80–82 zur Verfügung. Von dort fährt ein Shuttlebus zum rund 1,6 Kilometer entfernten Veranstaltungsort.