Kosten sind ab 26. April nicht mehr durch Einnahmen gedeckt
Die 17 Landkreis-Kommunen protestieren mit einem gemeinsamen "Kita-Gedenktag" gegen das Ungleichgewicht bei der Kostendeckung für ihre Kindertagesbetreuung. Die Zuschüsse des Landes und Elternbeiträge reichen nicht aus und setzen die Kommunen unter finanziellen Druck.
Die Städte und Gemeinden im Landkreis Gießen haben Kassensturz für das Jahr 2026 gemacht und ihren persönlichen Stichtag errechnet. Es ist der Zeitpunkt, ab wann eine Kommune rein rechnerisch aus eigener Tasche für die Finanzierung ihrer Kitas bis zum Jahresende aufkommen muss. Daraus ergab sich im Durchschnitt als Datum der 26. April, der zum sogenannten "Kita-Gedenktag" deklariert wurde.
Besonders deutlich wird die Spannweite: In Allendorf (Lumda) ist dieser Tag bereits am 9. Februar erreicht, in Staufenberg hingegen erst am 24. Mai. In Pohlheim liegt der „Kita-Gedenktag“ auf dem 16. April und der Kostendeckungsgrad bei 28,9 Prozent. Resultierend ist für alle Kommunen zu sagen: Im überwiegenden Teil des Jahres wird die Kita-Betreuung aus eigenen Haushaltsmitteln gedeckt und somit auf Kosten der Allgemeinheit.
Mit Plakaten weisen die Kommunen in diesen Tagen auch in ihren Einrichtungen auf die finanzielle Schieflage und ihre Ursachen hin. Es geht ihnen nicht um höhere Elternbeiträge, sondern um eine stärkere finanzielle Beteiligung des Landes Hessen an den Kosten.
Ausführliche Hintergrund-Informationen zum "Kita-Gedenktag" finden Sie hier.