Riesige Trauerweide kippt von Garten auf die Fahrbahn
Eine gut zehn Meter hohe Trauerweide ist am Donnerstagabend im Garten eines Eckgrundstücks in der Grüninger Straße in Watzenborn-Steinberg umgekippt und auf die Fahrbahn der Straße „Am Winkelsborn“ gefallen.
„Wir saßen vor dem Fernseher und haben plötzlich einen dumpfen Schlag gehört“, berichtete Klaus Daschke. Der Ehrenvorsitzende des TV 07 Watzenborn-Steinberg stufte das Geräusch als Zuschlagen einer Autotür ein. „Doch wenig später klingelte die alarmierte Feuerwehr am Eingang und machte uns auf den umgestürzten Baum aufmerksam.“
Da die Straße „Am Winkelsborn“ nachts wenig frequentiert ist, sperrte die Feuerwehr den Bereich ab. Bereits am frühen Freitagmorgen kam dann ein örtlicher Fachbetrieb mit schwerem Gerät, um den Baum Stück für Stück zu entsorgen. Knapp fünf Stunden dauerte es, bis Stamm und Astwerk zerlegt und abtransportiert waren.
„Für uns ist das Wichtigste, dass keine Personen zu Schaden gekommen sind“, ist Klaus Daschke glücklich, dass lediglich seine Hecke in Mitleidenschaft gezogen wurde und die Weide auch kein Gebäude getroffen hat. „Ich habe den Baum selbst als 14-Jähriger im Jahr 1961 gepflanzt“, weiß er noch ganz genau, dass die Trauerweide 65 Jahre auf dem Buckel hatte. Vermutlich setzte die extreme Trockenheit der vergangenen Monate und das Unwetter am Mittwoch der Standfestigkeit immens zu.
Jetzt klafft im Garten eine Lücke. Und auch auf einen großen Schattenspender zum Schutz vor der „Südsonne“ müssen Klaus Daschke und seine Frau künftig verzichten. Das hält den 79-Jährigen aber nicht vor neuem Tatendrang ab: „Vielleicht werde ich wieder ein Bäumchen pflanzen.“