Zwei Fälle im Landkreis Gießen festgestellt - Polizei gibt Tipps
Die Polizei ermittelt im Landkreis Gießen wegen manipulierter Süßigkeiten, die im Rahmen von Halloween an Kinder verteilt wurden. Aktuell gibt es je einen Fall in Wettenberg und in Allendorf (Lumda).
In Krofdorf-Gleiberg hatte eine Elfjährige ein Kaubonbon gesammelt. In diesem befand sich eine etwa drei Zentimeter lange Stecknadel. Das Kind bemerkte die Nadel am Samstag, 31. Oktober, rechtzeitig vor dem Essen der Süßigkeit und wurde nicht verletzt.
In Allendorf (Lumda) bemerkte ein Mädchen beim Verzehr eines Schokoladenriegels ebenfalls an jenem Samstag im Mund einen spitzen Gegenstand. Bei einer Nachschau stellte sich heraus, dass es sich um einen Nagel handelte. Die Zehnjährige blieb unverletzt. In beiden Fällen, die im Nachgang bekannt wurden, hat die Kriminalpolizei Ermittlungen aufgenommen. Wo genau die Süßigkeiten eingesammelt wurden, ist noch unklar.
Was Eltern tun können
Da nicht auszuschließen ist, dass weitere manipulierte Süßigkeiten im Umlauf sind, bittet die Polizei insbesondere Eltern, mit ihren Kindern gesammelte Süßigkeiten vor dem Verzehr sorgfältig zu überprüfen. Zu achten ist dabei auf Einstichstellen, Beschädigungen der Verpackung, sonstige Auffälligkeiten oder Fremdkörper.
Wer verdächtige Süßigkeiten findet, sollte sie samt Verpackung aufbewahren und sich bei der Polizei melden. Dabei sollten Eltern etwaige Fremdkörper möglichst nicht selbst herausnehmen, um Spuren zu erhalten. Hinweise nimmt die Kriminalpolizei unter 0641 7006-6555 entgegen.