Maßnahmen im Pohlheimer Stadtgebiet ab Ende April
Der wärmeliebende Eichenprozessionsspinner hat sich im Zuge des Klimawandels in den vergangenen Jahren stark ausgebreitet. Im Pohlheimer Stadtgebiet finden ab Ende April vorbeugende Spritzungen statt.
Bei günstiger Witterung werden dann Eichen an Straßen, in öffentlichen Grünanlagen, auf Spielplätzen, Friedhöfen und auf den Freiflächen von Kindertagesstätten vom Boden aus mit Sprühdüsen eingenebelt. Experten schätzen das Risiko für Menschen, eine Gesundheitsbeeinträchtigung beim Kontakt mit den Haaren der Raupe zu erleiden, als sehr hoch ein. Denn insbesondere die Brennhaare führen zu unangenehmen Reizungen der Haut, beim Einatmen auch der oberen Atemwege und im Extremfall zum allergischen Schock.
In Pohlheim haben die Blätter der ersten Eichen inzwischen die Länge von einigen Zentimetern erreicht. In wenigen Tagen werden die Raupen das dritte Larvenstadium erlangen, in dem sie die gefährlichen Brennhaare entwickeln. Damit ist der richtige Zeitpunkt für die vorbeugende Spritzung erreicht. Dieser Prozess wird durch das biologische Präparat Dipel ES bei rechtzeitiger Anwendung verhindert.
Seine wirksame Substanz ist der „Bazillus thuringiensis“, der seit über 30 Jahren in Deutschland auch zur großflächigen Schnakenbekämpfung in der Rheinebene erfolgreich eingesetzt wird und im Erdboden natürlich vorkommt. Schädliche Auswirkungen dieses Mittels auf die Gesundheit von Mensch und Tier sowie den übrigen Naturhaushalt sind nicht bekannt.